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Autor Thema: Energiesanierung am Altbau  (Gelesen 8237 mal)
aelran
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« am: 29. Januar 2010, 21:30:47 »

...und nochmals ein Hallöle allerseits -

ich (unerfahren & unerschrocken) beschäftige mich erst kurzem mit dem Gedanken,
ein altes Haus zu kaufen und etwas zu sanieren.
das anvisierte Objekt ist eine Doppelhaushälfte Bj. um 1930 herum,
Wohnfläche ca 84qm,  auf einem 1000qm Grundstück mit Garage und
kleinem Stallgebäude.
Mehr als 40 - 45.000 € werde ich für die Sanierung kaum aufbringen können,
kann aber viel in Eigenleistung machen, da ich selbst und einige meiner
Freunde erfahrene & geschickte Handwerker sind.

Das Problem:
Das Gebäude - Wärmedämmung vermutl. nicht vorhanden - verfügt
"nur" über einen Kachelofen(Holz), der beide
Stockwerke beheizt.
Bei der Frage nach zukünftiger Energie- & Heizwärmeversorgung
verfiel ich auf die Idee, über eine Fotovoltaikanlage mit Netzeinspeisung/Pufferung
das Haus elektrisch zu beheizen (Infrarotheizpaneele) und den Kachelofen
als Zusatzheizung für extreme Kältewitterung mit zu nützen.
Brauchwasser evtl. auch über Gasanschluss.

Sicher gibt es auch "rundere" Lösungen,
 ich  währe  für Tips sehr dankbar.

Gruss
...aelran  Question
H.-P. Ambros
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« Antworten #1 am: 29. Januar 2010, 21:45:53 »

Hallo aelran,

"unerfahren & unerschrocken" muss mal wohl bei Deinem Vorhaben sein  Cool
Das Kapital ist natürlich nicht gerade viel.

Daher wirst Du Dir wohl erst einmal eine Strategie zurecht legen müssen.

Du müsstest hierzu erst einmal eine Bestandsaufnahme machen.
D.h. wieviel brauchst Du, um das Haus bewohnbar zu machen ?

Okay, Du kannst die BAFA (Vor-Ort-Beratung) und KfW (Kredit und Sonderzuschuss) nutzen  Smile

Es ist somit wichtig zu wissen, was überhaupt für eine Heizung oder Wärmedämmung bleibt.
Bzw. wie eine "Übergangsstrategie" zu entwickeln ist.

LG H.-P. Ambros

aelran
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« Antworten #2 am: 29. Januar 2010, 22:14:51 »

Nun,
 ich werde kaum Handwerkerkosten haben
und
...das Haus ist (eigentlich) bewohnbar,
was natürlich auch eine Frage des Anspruchs ist.
Wäre ich alleine würde ich sofort einziehen und das Ding nach und
nach sanieren. Aber vieleicht unterschätze ich da ja auch mein Weib.
Den Kostenrahmen habe ich bewusst enger als notwendig gesetzt
weil grosszügige Dimensionen wenig effektive Vorschläge fördern.
Mal eben 20 - 30 tausend € in eine Wärmepumpe zu ballern
war nicht das Ziel meiner Frage.

Ich weiss das viel gefördert wird (noch! Wink ),
ich möchte aber erst 'mal wissen was überhaupt technisch und
finnanziell (Spareffekte,Amortisation) Sinn macht.
Elektrisch zu heizen ist eher verpöhnt, gerade auch bei Umweltschützern,
wie siehts aber zum beispiel aus wenn ich den Strom selbst mit erzeuge?

Gruss
...aelran

H.-P. Ambros
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« Antworten #3 am: 29. Januar 2010, 22:37:17 »

Da es auch 100% Ökostrom gibt, könnte man schon sein Gewissen beruhigen.
Nur sieht es da mit dem Geldbeutel ganz anders aus.  Crying or Very Sad

Zumindest fällt mir derzeit nichts teureres ein als Photovoltaik mit Infrarotheizung. Candle

Alleine die Photovoltaik würde sich nur lohnen, wenn das Kapital vorhanden ist.
Vorausgesetzt man ist mit einer Verzinsung von ca. 3% real zufrieden.
Das schaffen auch online Banken mit Tagesgeldkonten und man hat sein Grundkapital noch,...

Die Ertrag ist natürlich nur durch die Einspeisevergütung gegeben. Welche zudem gerade am kippen ist.

Betrachtet man Strom als Energieträger davon losgelöst, so kann man die Problematik sehr gut als Luftwärmepumpen festmachen.
Liegt hier die Ausbeute zum Verbrauch nicht über einem Verhältnis von 1:3 (vgl. JAZ 3,0), dann liegt diese bereits auf dem Niveau von Gas und Öl.

Mal außen vor gelassen, dass eine Speicherung oder Pufferung von PV-Strom nur mit hohem Kostenaufwand möglich ist.
Ebenso den Schnee von diesem Jahr, auf den Anlagen,...

Ich würde daher über die Gebäudehülle gehen, denn egal welcher Energieträger, es wird schon einmal deutlich weniger gebraucht.

Da schon ein Kachelofen vorhanden ist, könnte ein Kombi sinnvoll sein.

LG H.-P. Ambros
« Letzte Änderung: 29. Januar 2010, 22:42:54 von H.-P. Ambros »
johanni
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« Antworten #4 am: 02. Juni 2010, 09:49:23 »

Als Häuselbauer stellt sich uns gerade ebenso die Frage, ob sich eine Investierung in ein energieeffizientes Haus lohnt ... Naja lohnen wird es sich auf jeden Fall und es bedeutet ja auch einen Pluspunkt für die Umwelt aber ob man sich die Anschaffung einer Wärmepumpe (für die wir uns vielleicht entscheiden) leisten kann, steht wiedermal auf einem anderen Blatt.

Wir haben vielleicht noch den Vorteil, dass wir nicht erst Altes wegreissen müssen, um dann Besseres hinzubauen, sondern wir können gleich das installieren was wir uns vorstellen... Vorausgesetzt die finanziellen Mittel dafür sind da.
H.-P. Ambros
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« Antworten #5 am: 02. Juni 2010, 18:59:31 »

Hallo johanni,

bei einem energieffizienten Neubau steht die Heizung gar nicht so im Vordergrund,
da diese ggf. nur noch eine "Notheizung", wie beim einem Passivhaus ist.

Hier ist sogar die günstige Luftwärmepumpe in der Kombination vertretbar.

Entscheidend ist das Gesamtkonzept, also insbesondere die Gebäudehülle aber
auch Wärmerückgewinnung.
Genau hier setzt auch der "Niedrig-Energiehaus-Standard Schleswig-Holstein" an.

Bei einem KfW 70,50 oder 40 muss man allerdings schon auf die Heizung schauen.
DV_Wärmepumpen oder falls nur wenig Grundstück vorhanden z.B. eine CO²-Sonden WP.
Hier gilt es also in verschiedene Richtungen zu rechnen.

LG H.-P. Ambros
lkalex
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« Antworten #6 am: 11. August 2010, 10:04:32 »

Eine sehr interessante Diskussion, in diesem Forum gibt es überhaupt immer sehr spannende Themen. Gerade bei wenig Kapital ist natürlich ein langfristiges Konzept sehr wichtig, denn sonst machen Investitionen nur wenig Sinn. Was ich auch schon erlebt habe ist, dass manche gerade mal das Kapital für den Hauskauf aufbringen können und dann nichts mehr übrig haben für Sanierungen bzw. notwendige Renovierung. Bei einem Hausbau oder Hauskauf ist wirklich die Planung das Um und Auf, wenn da Fehler gemacht werden, kann das zu großen finanziellen Problemen führen, dann steht man im Extremfall mit einem unbewohnbaren Haus und einem Schuldenberg da. Eine Photovoltaik-Anlage würde ich auch nur in Erwägung ziehen, wenn ich ausreichend Kapital habe und die Sinnhaftigkeit einer Installation sicher ist.
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