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Autor Thema: Sprengstoff Plastik  (Gelesen 1954 mal)
H.-P. Ambros
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« am: 06. Juni 2010, 09:12:31 »

Schon lange weiß man, dass einige Kunststoff-Substanzen hormonell wirken.

Die Behörden verharmlosen jedoch das Problem und berufen sich auf zweifelhafte Studien. Dabei gibt es neue Untersuchungen, die klar zeigen: Plastik macht krank.



Wir greifen zum Handy, tippen in den Computer, trinken Wasser aus der PET-Flasche, machen dem Baby ein Fläschchen warm, verpacken Essensreste in Folie, gießen Pflanzen im Garten - unzählige Male kommen wir Tag für Tag mit Kunststoff in Berührung. Oft auch da, wo wir gar nicht damit rechnen, wie bei der Beschichtung eines Buchdeckels oder dem Verschluss eines Marmeladenglases. Ob Nahrungsmittel-, Möbel- oder Textilproduktion, Hausbau oder Autoherstellung - ohne Plastik geht nichts mehr.

Was vor gerade einmal 100 Jahren mit der Erfindung des Bakelit begann, hat sich zu einem der wichtigsten Grundstoffe unserer Industriegesellschaft entwickelt. Wie kein anderes Material schien Kunststoff unseren Alltag zu erleichtern: Unzerbrechlich, stoß- und kratzfest, wasserabweisend, dazu variabel formbar und obendrein konkurrenzlos günstig, hat er rasant seine natürlichen Vorgänger Glas, Holz, Metall oder Gummi auf die hinteren Plätze verwiesen.

Die Ära uneingeschränkten Jubels ist jedoch passé. Nicht nur weil der Aufstieg des Kunststoffs untrennbar mit der Geschichte des Erdöls verbunden ist, das langsam zur Neige geht. Seine Vorteile entpuppen sich mehr und mehr als Bumerang. Plastik verrottet nicht. Vielerorts werden illegale Deponien abgefackelt und verseuchen auf Jahre die Böden mit Dioxin.

Zehn Prozent von den etwa 225000 Millionen Tonnen Kunststoff, die weltweit jedes Jahr produziert werden, gelangen in die Meere. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) schwimmen bereits 100 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen und gefährden Mensch, Tier- und Pflanzenwelt.

Das können Kunststoffe allerdings auch schon, bevor sie zu Müll werden. Denn einige der chemischen Verbindungen sind instabil. Sie setzen giftige Substanzen frei - mit dramatischen Folgen.

Wie groß diese Gefahr ist, darüber tobt ein erbitterter Streit. Besonders zwei Studien bringen frischen Zündstoff in die Debatte...

(Weiter lesen können Sie in der Juni-Ausgabe von natur+kosmsos Juni-Heft 2010 bestellen )

Quelle: natur+kosmos | TANIA GREINER


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